Im Folgenden seht ihr, was wir uns an Aufgaben bzw. Zielen gesetzt haben. Falls ihr euch wundert, dass vieles schon seit einigen Jahren auf unserer Agenda steht, dann irrt ihr euch nicht. Bei vielen Themen handelt es sich um sehr langwierige Prozesse, da viele Gremien und Personen der Universität mit involviert sind. Oft haben wir schon wesentliche Fortschritte erreichen können, sind aber noch nicht 100 % zufrieden und wollen auch in der nächsten Amtsperiode wieder viel Energie in diese Themen stecken.

 

Wir haben für jungmediziner.net einige Fragen zu unseren Forderungen, Zielen und Projekten beantwortet. Ihr findet dies unter http://www.jungmediziner.net/oeh-wahl/fraktionen

 

Verbesserung von Vorlesungen und Praktika

Modernisierung des Studienplans

Der Lehrplan der Vorklinik vom ersten bis zum vierten Semester weist bis heute eine strike Trennung zwischen den einzelnen Fächern auf und nimmt wenig Bezug auf die Praxis im Klinikalltag. Wir fordern daher eine bessere Vernetzung der einzelnen Fächern, um den Studierenden ein tieferes Verständnis des Lehrstoffes zu ermöglich, sowie die stärkere Einbeziehung der klinischen Aspekte. Zudem sollten Disziplinen, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben (wie zum Beispiel Global & Public Health oder auch Kurse für englische Medizin-Terminologie) ebenso stärker in den Lehrplan der Vorklinik eingebaut werden wie bereits existierende Wahlfächer, die von den einzelenen Departments angeboten werden.

Um diese Forderungen umzusetzen, tagt momentan eine Arbeitsgruppe, in der Studierende, der Vizerektor für Lehre und die Professoren der ersten vier Semester vertreten sind.

Bessere Abstimmung der Lehrinhalte in den Vorlesungen

Diabetes mellitus, wie oft gehört? - Um Überschneidungen und Wiederholungen des Lehrstoffes zu vermeiden und so eine effizientere Lehre zu ermöglichen, fordern wir eine bessere Abstimmung der Lehrinhalte in den Vorlesungen.

Lehrkoordinatoren

Um die Qualität der Praktika zu erhöhen, fordern wir die Freistellung von Klinikern zum Zwecke der Lehrkoordination in allen Departments, um die Erstellung von Lernzielkatalogen für Praktika, Famulaturen und das KPJ voran zu treiben und somit einen gemeinsamen Standard für alle Studierenden zu schaffen.

Personenbezoge Evaluation

Noch immer ist eine personenbezogene Evaluation der Lehrenden aufgrund der Betriebsratsvereinbarungen nicht möglich. Die derzeitige Bewertung der Module mit oft mehreren Dutzend Vortragenden und Lehrenden in Vorlesungen und Praktika, die unterschiedliche didaktischen Fähigkeiten aufweisen, ist jedoch nicht zielführend. Die einzelnen Lehrenden erhalten kein adäquates Feedback für eventuelle Verbesserungen, was zur unterschiedlichen Qualität der Lehrveranstaltungen beiträgt.

 

Bibliothek und Lernplätze

Ein Lehr- und Lerngebäude in der Fritz-Pregl Str. 3 mit mehr Lernplätzen

Christine Schmidt und Luca Gallastroni sitzen in einer Arbeitsgruppe, um den von IMU-Mitgliedern mit ausgehandelten Raum- und Funktionsplan für ein neues Lehr- und Lerngebäude in der Fritz-Pregel Straße 3 zu erstellen. Nach dem Architektenwettbewerb steht nun ein Sieger fest, welcher uns rund 600m² Bibliotheksfläche mit Lern- und Kleingruppenräumen zugesprochen hat. Für die weitere Planung vertreten uns die beiden weiter in dieser Arbeitsgruppe..

 

KMP

Unsere Forderung: genaue Definition des Prüfungsstoffs

Die KMP-Zeit beginnt, viele fragen sich, mit was lern ich? – Die Antwort: Skripten und Altfragen! Aber nicht jeder ist der Typ dafür. Deshalb fordern wir einen Lernzielkatalog und genaue Lehrmittelangaben, die jedem Studierenden zur Verfügung stehen sollen. Der Lehrstoff sollte unabhängig von den Vorlesungen und Skripten definiert sein, um jedem frei zu stellen, wie er oder sie lernt. Doch ihr könnt euch vorstellen, dass das Erstellen so eines Kataloges einiges an Arbeit kostet. Dementsprechend stoßen wir auch hier auf viele verschlossenen Türen. Dennoch, wir bleiben hartnäckig!

Weiters: Aufwertung der Praktika und Abwertung der KMP

Wir sind keine Unterstützer des jetzigen Systems, da wir ein einfaches Herausprüfen der Studierenden durch eine Hammerprüfung als sehr problematisch sehen. Wir wünschen uns eine Aufwertung der Praktika und eine Abwertung der KMPs, damit das gesamte Wissen nicht nur durch Multiple-Choice-Fragen abgeprüft wird.

Modul-/Semesterprüfungen

Wir fordern kleinere Prüfungen, um vom sinnlosen Altfragenlernen wegzukommen. In einer Umfrage unter den Studierenden wurden Modul-/bzw. Semesterprüfungen mehrheitlich befürwortet. Die Aufteilung der SIPs in KMPs war zwar definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, aber unser Ziel ist natürlich noch nicht erreicht.

Verlängerung des Anmeldezeitraums

Wir fordern endlich eine Verlängerung des Anmeldezeitraums für alle Prüfungen an unserer Universität, um Probleme bei der Anmeldung, wie z.B fehlende Praktikumsergebniss, besser lösen zu können. 

 

Forderung nach Aufwandsentschädigung im KPJ

Das Klinisch Praktische Jahr wurde ab dem Studienjahr 2016/17 auf 48 Wochen erweitert. Für die Jahrgänge, welche bis einschließlich WS 2012/2013 inskribiert haben, gibt es eine Wahlmöglichkeit zwischen 32 und 48 Wochen. In unseren Funktionen als StudienvertreterInnen haben wir immer geschlossen gegen solche Änderungen gestimmt, da wir die Finanzierung und Flexibilität im KPJ gefährdet sehen.

Deshalb haben wir gemeinsam mit den HochschülerInnenschaften der MedUni Wien und der MedUni Graz eine offizielle Forderung nach einer Aufwandsentschädigung im KPJ gestellt.

Unsere Forderungen:

  • 650€ Aufwandsentschädigung
  • freie Unterkunft durch den Krankenhausträger
  • Verpflegung (insbesondere Mittagessen, in Innsbruck bereits umgesetzt)

Die meisten Bundesländer sind unserer Forderung bereits nachgekommen, aber wir bleiben natürlich weiterhin am Ball, so dass es in Zukunft auch in Tirol bzw. in ganz Österreich eine bundesweite Lösung geben wird!